rPS – The road to success

Recyceltes Polystyrol (rPS) leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele sowohl der Lebensmittelindustrie als auch gesetzlicher Vorgaben. In Europa werden jährlich rund 800.000 Tonnen Polystyrol als Rohstoff produziert, wovon ein erheblicher Anteil für die Herstellung von Lebensmittelverpackungen verwendet wird. Das daraus resultierende Recyclingpotenzial ist entsprechend groß.

Zur Sicherstellung einer konstant hohen Qualität und Menge des Eingangsmaterials für den rPS-Bereich haben wir ein Netzwerk aus zuverlässigen Lieferanten aufgebaut. Dadurch sind wir in der Lage, flexibel auf Mengenschwankungen zu reagieren und eine Versorgungssicherheit auch bei Veränderungen am Markt zu gewährleisten.

Recyceltes Polystyrol

Recyceltes Polystyrol (rPS) stößt auf großes nationales und internationales Interesse. Im rPS-Verfahren werden Post-Consumer-Abfälle in einem Lösungsmittel aufgelöst. Dies erlaubt eine Abscheidung der Verunreinigungen und Additive vom Polymer und führt zu einem PS-Polymer, welches recyceltes Post-Consumer-Material enthält.

Schicht 1 & 3 | PS Neuware
Funktionelle Barriere aus zum Beispiel 100 µm Dicke (vor Tiefziehen): PS Neuware in der bekannten und erprobten Rezeptur | produktberührend

Schicht 2 | r-PS Anteil
PS mit dem bekannten Mischungsverhältnis, jedoch der PS Anteil teilweise durch r-PS ausgetauscht

rPS Entwicklung bei Fernholz

Unser umfassendes Projekt rund um das Recycling von PS für den Einsatz im Lebensmittelbereich startet. Zielsetzung ist es, ein funktionierendes Kreislaufsystem für PS mit Lebensmittelkontakt zu etablieren.

Fernholz Verpackungen nimmt gemeinsam mit einem Partner Material aus dem FFS-Prozess bei Molkereien und aus anderen Food-Bereichen wieder zurück und „baut“ in deren Folien rPS 2.0 ein. Das grundlegende rPS-Verfahren wird als sogenannte „Novel Technology“ für die neue Rezyklatverordnung 2022-1616 angemeldet

Zur Entwicklung eines kompletten Kreislaufsystems wird der Einsatz von rPS aus haushaltsnahen Sammlungen forciert. Der PS-Anteil aus diesen Sammlungen wird dabei rein mechanisch recycelt.

Die komplette Qualifizierung ist abgeschlossen. Mit rPS 3.0 wird eine noch komplexere Stufe des PS-Recyclings erreicht.

Unser grundlegendes Recyclingverfahren für Polystyrol (rPS) wurde im März 2026 in das neue „Union Register of novel technologies“ der Europäischen Union aufgenommen.

Zudem wird unser Gemeinschaftsprojekt mit ALDI und ZOTT im Mai mit dem Plastics Recycling Awards Europe (PRSE Award) in der Kategorie „Product Technology Innovation“ ausgezeichnet.

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Ausblick

Wir rechnen mit einem Verbrauch von rund 2.000 Tonnen rPS. Dies entspricht bei einem Rezyklatanteil von mindestens 10 % einer Gesamtmenge von etwa 20.000 Tonnen Folie, die wir in den Markt bringen werden. Langfristig streben wir die EFSA-Bewertung und die europäische Zulassung für den industriellen Einsatz an.

Fünf Anlagen als Recycling-Installation angemeldet

Für die Verarbeitung von recyceltem Polystyrol (rPS) haben wir derzeit fünf Anlagen an zwei Produktionsstandorten als Recyclinganlagen registriert. Für sämtliche Anlagen verfügen wir über die entsprechenden Recycling-Identifikationsnummern (RIN). Damit stellen wir ausreichende Produktionskapazitäten einschließlich entsprechender Reserven zuverlässig sicher.

Alle Anlagen arbeiten auf Grundlage der veröffentlichten Novel Technology und nutzen eine funktionelle Barriere. Eine zusätzliche Neuwarenschicht gewährleistet dabei die Einhaltung der lebensmittelrechtlichen Anforderungen und sorgt für ein hohes Maß an Produktsicherheit. Gleichzeitig deckt sie mögliche optische Beeinträchtigungen zuverlässig ab, die bei physikalischen Recyclingverfahren nicht vollständig ausgeschlossen werden können.

Recycling-Installation-Folienfertigung

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